Wednesday, 23. May 2007
65daysofstatic : The Destruction of Small Ideas
65 Days of Static aus Sheffield perfektionieren auf ihrem dritten Longplayer "The Destruction of Small Things" all das was bereits auf den Vorgängeralben positiv aufgefallen ist. Es gibt verspielten instrumentalen Post-Rock mit ergreifenden orchestralen "Wall of Sound" Ausbrüchen. Auch diesmal gibt es experimentelle Musik deren gesamte Komplexität sich erst nach mehrmaligem Hören erschliesst, dann aber seine hypnotische und psychedelische Wirkung voll entfaltet und zu einen Abtauchen in nie gehörte Klangwelten einlädt. Das Ganze wirkt dabei nicht wie avantgardistisches Musikergefrickel sondern begeistert durch eine für Instrumentalmusik ungewöhnliche Tiefe. Somit ist "The Destruction of Small Things" ein Album das spätestens nach dem dritten Hören süchtig macht und soundmässig viel neues bietet. Anspieltips: A Failsafe, Don't Go Down To Sorrow [8/10]Für Fans von: Godspeed You Black Emperor, Tortoise, Mogwai
[Offizielle Webseite]
[65daysofstatic @ MySpace]
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Monday, 16. April 2007
One Drop Does it : Your Rome Shall Burn (Modern Noise / Cargo)
Das Debutalbum der Bonner Rockband "One Drop Does It" bewegt sich stilsicher im angesagten Emo- und Punkterrain, wobei die Band es erfreulicherweise schafft eigene Akzente zu setzen. Der Song "See through Deceptions" kommt z.B. mit progessiven Gitarrenbreaks und interessanten Stakkato Rythmen daher. Ebenfalls gelungen ist das punkige "Shipwrecked" mit einem sehr treibenden "Kick-Ass"-Faktor sowie der Ohrwurm "Dear Danny", der wohl hitverdächtigste Song der Platte. Erstaunlicherweise gibt es daneben aber auch einige Ausfälle wie "If this is your way", dass zwischen den schlimmsten Emo-Heulnummern der letzen Jahre nicht negativ auffallen würde. Insgesamt sind die 9 Songs stilistisch zu stark am Emosound orientiert und es wird immer dann gut wenn die Band davon abweicht und Punk, Metal oder Progressive Rock Elemente in den Vordergrund rücken. Kommerziell betrachtet ist der Sound aber wohl eher ein Vorteil und Fans von Funeral for a friend oder Bullet for my Valentine könnten schon Ihre Freude an dieser Platte haben. [6/10] Für Fans von: Bullet for my Valentine, Funeral for a Friend, Taking Back Sunday
[One Drop Does it Homepage]
[One Drop Does it @ Myspace]
[Modern Noise Records]
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Tuesday, 10. April 2007
Infected Mushroom : Vicious Delicious (BNE Records)
Die israelischen Infected Mushroom kommen ja aus der Goa/Psytrance Ecke, haben jedoch schon auf den beiden Vorgängeralben "I´m the Supervisor" und "Converting Vegetarians" bewiesen, dass sie ein wesentlich breiteres musikalisches Spektrum beherrschen. Dieses Crossoverpotenzial macht Spass und ist auch auf dem neuen Werk "Viscious Delicious" wieder zu finden. Der Opener "Becoming Insane", welcher gleichzeitig die erste Singleauskopplung ist zeigt sofort wo es langgeht. Hier werden soviele Ideen verarbeitet, dass es bei anderen Musikern für ein ganzes Album gereicht hätte. Eigentlich sind die Stücke schon etwas überladen, aber das ist einem wenn man ehrlich ist dann doch lieber als irgendwelche langweiligen monotonen Loops. Im Verlauf des Albums werden die Tracks dann allerdings doch etwas reduzierter und es gibt einige wirklich bemerkenswerte Höhepunkte. Hierzu zählt sicher der wunderschöne Downbeat Ohrwurm "In front of me" dem man schon fast Potential für die Pop Charts attestieren muss. Direkt anschließend findet man mit "Eat it Raw" das beinahe genaue Gegenteil, eine wild-schraubende Elektro/Trance Rakete der Extraklasse. Zwischendurch gibts auf dem Album auch mal Sprechgesang oder Flamenco Gitarren, immer gepaart mit perfekt produzierten knochentrocken Beats und abgefahrenen Sounds. Das ist sicher eins der Elektronik Alben des Jahres. [10/10]Für Fans von: Chemical Brothers, Underworld, Prodigy, Juno Reactor
[BNE Records]
[Infected Mushroom Homepage]
[Infected Mushroom @ Myspace]
[Listen & Buy]
Ölvis : Bravado (Resonant)
Nach Björk und Sigur Ros könnte Ölvis der nächste musikalische Exportschlager aus Island werden. Dahinter verbirgt sich Orlygur Thor Orlygsson der zwar mit dem Namen seines Projekts auf den King of Rock´n Roll anspielt, jedoch auf seinem ersten Longplayer "Bravado" musikalisch ganz andere Akzente setzt. Post-Rock könnte man das wohl nennen, durchzogen von Synthflächen die an die frühe elektronische Musik der 70er erinnert. Tangerine Dream und Pink Floyd Fans könnten hier also auf Ihre Kosten kommen. Nicht umsonst wurde die Platte sicher auch dem 2006 verstorbenen Floyd Genie Syd Barrett gewidmet. Ergänzt wird das Gesamtbild des Albums durch sehr melancholische, melodische und atmosphärische Vocals in isländischer Sprache. [8/10][Resonant Label]
[Ölvis @ MySpace]
Wednesday, 7. March 2007
Marlango : Automatic Imperfection (Subterfuge / Universal Jazz)
Mit 2 Jahren Verspätung kommt das Album "Automatic Imperfection" der spanischen Band Marlango endlich auch in Deutschland in die Läden. Frontfrau Leonor Watling, die auch als Schauspielerin aktiv ist überzeugt mit einer sehr deepen und rauchigen Jazzstimme. Hierdurch werden Songs wie "Shake the moon" schon zu Kandidaten für den nächsten Tarrantino oder Jim Jarmusch Soundtrack. Auch die beiden anderen Bandmitglieder, der Pianist Alejandro Pelayo und der Trompeter Oscar Ybarra überzeugen mit exzellenten musikalischen Qualitäten. Sehr reduziert auf das wesentliche schwankt die Musik stilistisch zwischen melancholischem Chanson, Pop und Barjazz. Nachdem Marlango in Spanien bereits über 100.000 CDs verkauft haben, besteht nun also die Chance auch die deutschen Liebhaber von anspruchsvollem Songwriting zu erobern. [8/10] listen&buy
Tuesday, 6. March 2007
Good Charlotte - Good Morning Revival (SONYBMG)
Einen ersten Eindruck vom neuen Sound lieferte vorab schon die aktuelle Single, der an die Gorillaz erinnernde Song "Keep Your Hands Off My Girl". Das ist alles andere als "typisch Good Charlotte" - aber auch nicht "typisch Good Morning Revival". Denn: dem neuen Album einfach so einen Stempel aufzudrücken hieße, seiner Vielseitigkeit keine Beachtung zu schenken. Zu den Highlights des Longplayers zählt ganz sicher "The River", ein Stück über Sünde und Erlösung, das die dunklen Seiten der Glitzermetropole Los Angeles beschreibt. Für den Song holte die Band die langjährigen Freunde und Mitmusiker M. Shadows und Synyster Gates (von Avenged Sevenfold) mit ins Boot. Es ist das erste Mal, dass Good Charlotte für ein Album offiziell mit anderen Künstlern zusammengearbeitet haben. Auch das vom Keyboard angetriebene "Misery" übt Kritik an den oberflächlichen Menschen, aus denen sich die Glitzerwelt von Los Angeles zusammensetzt.
Mit den Hochs und Tiefs von Beziehungen befassen sich die Rock-Hymnen "Break Her Heart" und "Something Else". In beiden Stücken und in dem ruhigeren "Where Would We Be" schüttet Joel, der sich Ende letzten Jahres von Schauspielerin Hilary Duff getrennt hat, sein Herz aus. "Einige Leute werden diese Stücke sicher eifrig interpretieren", sagt er. "Das stört mich wenig. Ich finde es ganz normal, über Liebe zu singen. Das ist ein wichtiger Teil von mir und ein Teil unserer Musik. Ich habe kein Problem damit, meine Gefühle zu zeigen."
Eine Einstellung, die auch auf "Good Morning Revival" als Ganzes zutrifft. "Diese Platte offenbart viel von uns", sagt Benji."Mehr, als wir früher gezeigt haben. Wir sind nicht mehr in erster Linie 'angry kids'. Es geht uns gut, wir haben viel Glück gehabt. Aber Angst und Wut werden immer da sein." Und Joel fügt hinzu: "Unsere neue Platte zieht ein Zwischenfazit. Wir blicken zurück, aber auch nach vorn. Eigentlich mehr nach vorn. Wir tun das, was wir lieben. Besser kann es nicht sein."
Ab 16. März im Handel
Saturday, 3. March 2007
Finkenauer : Beste Welt (Gun / SonyBMG)
Thursday, 21. December 2006
Lee Hazlewood : Cake or Death (SonyBMG)
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